Zwar ist es noch nicht ganz an der Zeit, vielmehr als ein Monat bleibt mir jedoch nicht von meinem USA Jahr. Und dabei habe ich mich doch gerade so schön an alles gewöhnt und fühle mich wirklich wohl (was nicht nur an dem dauerhaft schönem Wetter liegt)
Kleines Beispiel für die Sache mit der Gewöhnung an den Macken meiner Kiddies: neulich (es waren so ca 30 Grad draußen) war ich mit dem Ältesten im Supermarkt. Dort wurde er von einem Bekannten auf seine schicke Wollpudelmütze, die er passend zu der kurzen Hose und dem T´shirt trug, angesprochen. Tja mir ist das eben gar nicht von selbst aufgefallen, dass da im eigentlichen Sinne was "falsch" war. Neben den täglichen Pflichten ist zur Zeit auch sonst jede Menge los. An manchen Abenden müsste ich mich glatt in 3 Teile teilen um nichts zu verpassen. Das Programm reicht von Poolparty über Hausparty bis zur Graduationparty :) Und falls jemand eine Kinofilm Empfehlung braucht, könnte ich derzeit ebenfalls weiterhelfen.
Auch im Kreise der erweiterten Familie fühle ich mich mittlerweile richtig wohl. Da machen die freitäglichem Shabbat Dinner gleich viel mehr Spaß. In den vergangenen beiden Wochen standen zwei Graduations in der Familie an. Einer meiner Jungs beendete mit diesem Schuljahr die Middle School (5-8. Klasse) und die Cousine der Kinder graduierte von der High School. Das Programm war recht interessant, auch wenn ich es nicht ganz verstanden habe (Teile waren in hebräisch). Insgesamt hat es sich etwas gezogen was z.B. daran lag, dass bei der High School Graduation jeder Schüler von einem Lehrer eine persönliche Rede gehalten bekommen hat. Am Ende dieses Redenmarathons hatte man das Gefühl, dass 46 zukünftige Nobelpreisträger auf der Bühne stehen. Ja, der Superlativ wurde an dem Abend etwas mißbraucht. Die typisch Amerikanischen Dinge, wie das gemeinsame Singen der Nationalhymnen (erst die amerikanische, dann die israelische), bei der auch jeder im Saal schön ausgerichtet zur Nationalflagge stand, durften natürlich auch nicht fehlen.
Eigentlich etwas verrückt in welchem Maße so eine High School - und sogar Middle School Graduation aufgezogen wird - da stehen sogar riesige Inserate in den Zeitungen - wenn man bedenkt, dass in Amerika nicht einmal eine Abschlussprüfung zu bestehen ist.
Letztes Wochenende standen die Playoffs im Beachvolleyball an. Im 2er wie auch im 4er Turnier war zwar im Halbfinale Endstation, aber alles in allem hat diese Turnierserie ziemlich viel Spaß gemacht und bot eine gute Möglichkeit Leute kennen zu lernen.
Seit 1,5 Woche haben die Kinder jetzt Ferien. Neben Aktivitäten wie Schuljahresabschlussparties, Treffen mit Freunden am anderen Ende Michigans (zumindest meinen Tankintervallen nach zu urteilen), Poolbesuchen und Golf Daycamp (ja, kein Blogeintrag ohne das G-Wort :) steht Packen ganz oben auf der to-do-Liste. Tatsächlich kann man sich daran auch schon mal über eine Woche aufhalten :) Der Erste ist bereits im Camp und die 3 Anderen folgen in dieser Woche. Ab nächsten Montag wird es also ruhig, aber auf keinen Fall langweilig. Denn dann kommt die Annika nach Detroit eingeflogen. Nachdem noch ein paar Aufgaben zu erledigen sind, starten wir Beide in eine aufregende Reisezeit, für die wir zwischendurch auch noch weitere Gesellschaft bekommen ;)
