Donnerstag, 28. Mai 2009
Die tägliche Portion "Sex and the City"
Samstag, 16. Mai 2009
Frühling
(das linke Bild zeigt den Park vor unserer Tuer und das rechte ein Teil meiner Laufstrecke)
Nicht dass der Eindruck entsteht, die Wetteränderung wäre das Aufregendste der letzten 4 Woche, hier der Beweis, dass auch sonst noch ein bisschen was los war:
Kurz nachdem ich aus Kalifornien wiederkam, standen auch schon die Final Exams am College an. In International Relations war jedoch nicht wie gewohnt eine schriftliche Prüfung zu absolvieren, sondern jeder Student musste aus einer selbst gewählten Position heraus zum Thema Nahost Konflikt einen Vortrag halten, sowie eine kleine Hausarbeit schreiben. Ich hatte mich für die Rolle der Europäischen Union entschieden. Ziel der ganzen Sache war es, einen Kompromiss zu finden. Ja, im Collegezimmer geht das bei weitem leichter als auf den Bühnen der Weltpolitik.
Zudem hieß es noch Spanish erfolgreich zu beenden. Da in Intermediate Spanish keine neue Grammatik mehr behandelt wird, wurde uns innhalb kürzester Zeit von Plusquamperfekt bis zum Futur (inklusive Zeitformem, die es im Deutschen gar nicht gibt) sowie vom Imperativ bis zum Konjunktiv so ziemlich alles Denkbare eingedroschen. Leider wird jedoch Intermediate Spanish im Sommersemester nicht angeboten.
Es folgten 2 Wochen Semesterferien. Eigentlich wollte ich bis zu den Sommerferien der Kinder ein Praktikum machen, das war aber leider nicht möglich. Also entschied ich mich noch für eine weiteren Kurs. Seit letzter Woche nun besuche ich für 8 Stunden in der Woche Introduction into Business (4 Credits). Da das Sommersemester noch einmal geteilt ist, verdoppeln sich die Wochenstunden.
Schon vor ein paar Monaten hatte ich meiner lokalen Betreuerin den Wunsch geäußert am Global Awareness Programm teilzunehmen. Dabei haben Au Pairs die Möglichkeit an örtlichen Schulen Unterrichtsstunden mit speziellem Bezug zu ihrem Heimatland zu halten.
Nach ein bisschen Aufwand (ich hatte 2 Termine bei der Direktorin wo ich u.a. mein polizeiliches Führungszeugnis vorlegen musste, sowie unzählige Anrufe um das entsprechende Material zugesendet zu bekommen) war es dann letzten Freitag soweit. Vorher hab ich noch ein kleines Plakat gebastelt, sowie 90 Deutschlandsticker in kleine Reisehefte geklebt. In der örtlichen Elementary School hielt ich 3 Unterrichtsstunden in den 3 dritten Klassen. Und das ganze lief besser als erwartet. Die Kinder waren ziemlichen interessiert und auch alle sehr aufmerksam. Trotzdem braucht ihr keine Angst um eure Kinder oder Enkel zu haben, ich halte eisern der Versuchung stand Lehramt zu studieren.
Am Montag vor 2 Wochen hatte ich von meiner Familie ganz überraschend Tickets für das Baseballspiel der Detroit Tigers bekommen. Also wurde eine Freundin geschnappt und nach Detroit Downtown gefahren. (Bereits Anfang August war ich schon mal mit meinem Cluster bei einem solchen Spiel.)
Ich hatte mal wieder super tolle Karten bekommen (übrigens im Vergleich zu einem NBA Spiel ein ziemliches Schnäppchen) und so saßen wir denkbar nahe am Spielgeschehen und durften persönliche Betreuung genießen (wer bitte braucht sowas?).
Nun hat ja für meine Kinder die Baseball Saison auch schon begonnen und mein Gastvater hat sich bereits intensiv bemüht mir die Regeln zu verdeutlichen, trotzdem bin ich immer noch nicht vollkommen hinter diesen Sport gestiegen.
Es mag wohl auch an unserer Regelunkenntnis liegen, dass nur das Spiel anschauen mit der Zeit langweilig wird. Trotzdem muss ich sagen, dass in großen Teilen der 3,5 Stunden eines solchen Spiels auch einfach nicht viel Spannendes passiert. Langweilig ist aber garantiert nicht das Stadium; dort geht es zu wie auf dem Jahrmarkt (erkennt ihr den Zusammenhang? :). Es gibt ein paar Karussells, eine kleine Ausstellung der Geschichte der Tigers, unzählige Ess- und Kleidungsbuden sowie zahlreiche Stockwerke, von denen aus man das Spiel von Oben betrachten oder die Skyline von Detroit bewundern konnte.
So sehr abgelenkt, haben wir glatt das Ende des Spiels verpasst, wurden aber freundlichst darauf hingewiesen. Leider hatten die Tigers an diesem Abend gegen die Minnesota Twins keine Chance.
Mit dem schönen Wetter beginnt ja auch immer die Beachvolleyball Saison. Warum in diesem Jahr darauf verzichten, dachte ich mir und habe mich kurzerhand für eine 6 wöchige Mixed Turnierserie angemeldet. Das Coole daran, man konnte sich entweder als Team anmelden oder als Einzelspieler und hat dann einen Partner zugeteilt bekommen. Wer jetzt glaubt, dass das die amerikanische Form der Partnerbörse sei, ich kann versichern, es ist eine rein sportliche Angelegenheit :).
Da ich mich für das 2er und 4er Team angemeldet habe, durfte ich dann also letzte Woche am ersten Turniertag zum einen meinen Beachpartner und dann meine 3 weiteren Mitspieler kennen lernen. Vom Niveau her, würde ich sagen, sind es gute Damenspiele. Ohne jetzt die männlichen Spieler abwerten zu wollen. Man hat, im Gegensatz zu dem, was ich im Vogtland gewöhnt war, doch als Frau ganz gut die Chance das Spiel zu gestalten. Das ist ganz ok, auch wenn es natürlich an der Optik und Dynamik leidet.
Und ganz unerfolgreich sind wir auch nicht. Im 2er haben wir bisher alle 3 Spiele gewonnen. Und im 4er konnten wir die Niederlage vom letzten Sonntag mit 2 Siegen an diesem Sonntag ausgleichen.
Gestern kam ich zu meiner ersten richtigen Golfstunde. (Bisher hab ich nur mal den Schlägerin in einer Art Simulator beim PGA Turnier im letzten August geschwungen).
Das Ganze kam so: Ich bin mit meinem Ältesten zu einem etwas weiter entfernten Golfplatz gefahren. Dort sollte er eigentlich eine Privatstunde haben. Da diese aber kurzerhand abgesagt wurde und es sich nicht gelohnt hätte zurück zu fahren, da wir im Anschluss noch weitere Pläne in der Gegend hatten, erhielt ich kurzerhand eine ganz private Golfstunde. Mir wurde sogar bescheinigt, dass ich mich besser anstelle als manche seiner Freunde. Na wenn das mal kein Kompliment ist :). Ich hätte gar nicht gedacht, dass das so viel Spaß macht. Trotzdem, ich bleibe bei meiner Meinung, Golf ist kein richtiger Sport. Und wenn ich mir anschaue, was auf einem Golfplatz so alles rumspringt, fühle ich mich doch auf einem Beachvolleyballfeld irgendwie wohler.
(Das ist mein Lieblingsbild. Der Golfschlaeger ist schon durchgeschwungen, doch der Ball liegt noch da :)
Es ist schon ein bisschen verrückt was hier golfmäßig so abgeht. Zum einen die Tatsache, dass es in der Gegend ungefähr so viele Golfplätze wie Supermärkte gibt (ungelogen!), oder dass der 11jährige seine Ambitionen als Golfprofi verkündet. Und auch Schulgolfteams findet man in Deutschland wohl höchstens am Starnberger See.
Ansonsten genieße ich den Frühling und die verbleibenden 2,5 Monate, freue mich endlich wieder Tennis spielen zu können und Fahrrad zu fahren, mache einen Ausflug zum See (was aufgrund von plötzlichen Wetteränderungen auch schon im Kino endete) und gehe gelegentlich abends mit Freunden aus.
Samstag, 2. Mai 2009
Reisebericht Finale - natürliche und künstliche Wunder
(wer es etwas bequemer haben wollte, konnte sich ein Maultier mieten)
Zurück am oberen Rand freundeten wir uns zuerst mit ein paar Eichhoernechen an, die genüsslich unsere Kekse verzehrten, bevor wir nach 2 mal Umsteigen mit dem Shuttlelbus noch einen anderen Teil erkundeten.
Wieder am Auto fuhren wir zurück zum Hotel in Williams und ließen den Abend gemütlich im Schwimmbad- und Whirlpoolbereich ausklingen. Der nächste Tag begann mit einem Geburtstagsfrühstück für Papa. Nachdem die Torte aufgegessen war, standen 4 Stunden Fahrt nach Las Vegas an. Bevor wir jedoch in der Zockerstadt ankamen, erwartete uns an der Grenze zwischen Arizona und Nebraska der Hoover Staudamm, eine ziemliche Touristenattraktion wie sich herausstellte, die sich aber noch in Bauarbeiten befindet.
Schon das Einchecken war ein Abenteuer für sich. Zuerst einmal musste ich 10 Minuten durch die riesigen Spielehallen, römische Einkaufsmeile und Kleopatra Bars laufen, bis ich endlich den Check Inn gefunden hatte. Noch einmal 10 Minuten später hatte ich die Schlüssel für unser Hotelzimmer im 27 Stock. Das Tolle an der Sache: mit ein paar kleinen Tricks und etwas Glück hatten wir das Zimmer im Wert von ca. $ 300 für $ 100 bekommen. Auch wenn der Raum sehr schick war und wir eine super Aussicht auf die Stadt hatten, wollten wir doch nicht lange dort bleiben und machten uns sofort auf den Weg.


