Die letzte Woche begann mit dem Martin Luther King Day, der im allgemeinen ein schulfreier Tag ist. Meine Kinder hatten aber trotzdem Schule (zum Glück), denn in ihren Schulen wird Martin Luther King stattdessen mit so genannter Community Service gewürdigt. Das heißt, sie müssen sich für eine gewisse Stundenzahl im Jahr z.B. für behinderte Kinder aus unserem Ort engagieren, beim örtlichen Chanukha Umzug helfen oder die Bücherei bei gewissen Veranstaltungen unterstützen. Ich denke das ist eine ziemlich gute Sache und der Aufwand ist mit 15 -20 Stunden im Jahr auch zumutbar.
Ich allerdings hatte am Montag kein College und so wurde die freie Zeit mit einer Freundin beim Scrabbooking verbracht.
Am Dienstag kam ich noch gerade pünktlich vom College nach Hause um mir die Inauguration live anzuschauen.
Für den Mittwoch stand unerwartet ein großes Event an, denn ich erfuhr von meine Glück erst am Dienstag Abend. Der Bruder meines Gastvaters hatte zwei NBA Tickets für die Pistons übrig und ich stellte mich natürlich gerne bereit zu gehen.
Die zweite Überraschung erlebten die Freundin, die mich begleitete und ich beim öffnen des Briefumschlages, waren doch beide Karten im Wert von $ 175. Wer jetzt denkt, das müssen mindestens VIP Tickets sein, der irrt leider. Wir saßen ziemlich gut, und konnten auch die Gesichter der Spieler sehen. Aber es gab auch noch weitaus bessere Plätze am Spielfeldrand oder in den Logen. Die Preise dafür wollten wir lieber nicht wissen.
Wie sehr wir schon die amerikanische Mentalität übernommen haben, merkten wir bei der Parkplatzeinfahrt. So konnten wir beide gerade einmal $ 3 in cash zusammenkratzen und Kreditkarten waren überrschenderweise nicht erlaubt. Ein bisschen dumm gestellt und uns wurden die $ 10 erlassen. (da lässts sich doch glatt darüber nachdenken diese Strategie auch in Zukunft anzuwenden).
Der Baskettball interessierte Leser weis, dass ein Spiel 4 mal 12 Minuten dauert. Insgesamt waren wir allerdings fast 4 Stunden Im Palace und das obwohl wir nicht mehr als eine halbe Stunde eher gekommen waren. Das macht ein Verhältnis Spiel zu Show von 1:4. Da lassen sich die Amerikaner ziemlich viel einfallen. Von Feuershows
über Cheerleader und Akrobatikauftritte
bis hin zu Spielereien mit der Kamera.
Für alle die den Film "How to loose a guy in 10 days" (auf deutsch vermutlich: Wie werde ich einen Kerl in 10 Tagen los) gesehen haben: Ja diese Sache, bei der zwei Menschen von der Kamera eingefangen werden, die sich dann unter dem tosenden Aplaus der Zuschauer küssen müssen, gibt es wirklich.
Der Großteil des eigentlichen Spiels war auch "nur" Show, bei dem die NBA Stars der Detroit Pistons und Toronto Raptors so spektakulär und gut wie möglich versucht haben auszusehen.
Und wenn dann doch ein bisschen Action am aufkeimen war, wurde eine Auszeit genommen.
Amüsant war das allemal. Und zur allgemeinen Freude habe die Pistons seit längerer Zeit auch mal wieder ein Spiel gewonnen.
Ach und der Superstar der Pistons, Allen Iverson ist in echt sogar noch kleiner, dafür aber auch ziemlich schnell, zumindest zu schnell für meine Kamera.
Am Donnerstag Abend war mal wieder eine Eislaufsession angesagt. Dazu kamen die Franzi und die Suus, die beide in unmittlebarer Nähe wohnen (sehr praktisch für Fahrgemeinschaften) vorbei.
Im Flutlicht versuchten wir uns dann im Paartanz & Co und hatten trotz der Kälte viel Spaß und gute Laune.
Am Samstag hieß es auf nach Detroit Downtown.
Hier mal wieder eine kleine Vorgeschichte. Eine Freundin kam auf Mittag zu mir um dann gemeinsam zur NAIAS (North American International Auto Show) zu fahren.
Da vom Detroit Zoo aus Shuttle Busse Angeboten wurden, machten wir uns also zu Fuß (ca 20 min) auf den Weg dorthin. Die Frau am Eingang, bei der wir unser Busticket kaufen mussten, fragte uns zuallererst nach unserem Zoo Parkticket. Als wir ihr erzählten, dass wir gelaufen wären, dachte sie wir wuerden sie verarschen und hielt uns wohl für etwas bescheuert.
Und die Familie die hinter uns wartete, fragte ob wir Deutsche wären. Den I Punkt setzte dann eines "meiner" Jungs, der wissen wollte, ob die Busfahrt seltsam und unsicher war und ob da sehr komische Menschen mitgefahren wären.
Da ich ja bekanntermaßen nicht unbedingt ein Autofreak bin habe ich mich bei der Messe auch nicht in die lange Reihe der (meist maennlichen) Besucher eingereiht und PS Zahlen, Hubraum & Co studierte, geschweige denn die Motorenquerchnitte untersuchte. Aber es gab ja noch das (weibliche) Alternativprogramm:
z.B. beim Karaokesingen in einem Auto
oder beim desigenen eines eigenen Volvos (an der eaerodynamisch - sportlichen Form muss demnaechst noch etwas gefeilt werden)
Alex kommt also in eine der Hallen herein. Sieht zahlreiche Autos, die in einer großen Runde fahren, hört die Springbrunnen, Wasserfälle und Vogelgetzwitscher, aber kein einziges Motorgeräusch. Was war falsch? Es hat einige Zeit gedauert bis ich gecheckt hatte, was da los war. Richtig, in dieser Halle fuhren nur Elektroautos.
Unser Chauffeur erklärte uns mit grosser Begeisterung die Funktionsweise und Tauglichkteit eines solchen Autos.
Alles in allem war die Messe ganz amüsant, aber nicht super spektakulär. Da brauchen sich die deutschen Automessen nicht zu verstecken.













