Nach der Nacht in Williams fuhren wir am nächsten Morgen zum 60 Meilen entfernten Grand Canyon. Unklar ist uns bis heute ob wir um 8 (laut Sommerzeit der Pacific Standard Time) oder um 9 (laut Grand Canyon Magazin werden die Uhren in Arizona nicht nach der Sommerzeit umgestellt) losgefahren sind. Auch die Hoteluhren waren sich nicht einig. Aber bekanntermaßen schlägt dem Glücklichen ja keine Stunde und dass wir an diesem Tag glücklich und überwältigt waren, steht außer Frage.
Kaum das Auto geparkt, hatten wir auch schon eine tolle Sicht auf dieses ueberdimensionale Naturwunder.

Da uns, im Gegensatz zu den asiatischen Freunden 100 Bilder an 1 oder 2 Aussichtspunkten nicht genügten, machten wir uns zu Fuß auf den Weg, bis zu einer der beiden Stellen, wo man in den Canyon hinein wander kann.
Während Franzi und ich einige hundert Meter im gemütlichem Tempo hinabstiegen, machten die Männer wieder einen kleinen Crosslauf daraus und schafften einige hundert Meter mehr.
Dafür wurden sie aber auch mit tollen Aussichten belohnt.




(wer es etwas bequemer haben wollte, konnte sich ein Maultier mieten)
Zurück am oberen Rand freundeten wir uns zuerst mit ein paar Eichhoernechen an, die genüsslich unsere Kekse verzehrten, bevor wir nach 2 mal Umsteigen mit dem Shuttlelbus noch einen anderen Teil erkundeten.


Nachdem wieder zahlreiche Fotos gemacht wurden, arbeiteten wir uns bis zum westlichsten Besucherpunkt vor, gelegentlich zwischen Wandern und Shuttlebus fahren wechselnd.




Wieder am Auto fuhren wir zurück zum Hotel in Williams und ließen den Abend gemütlich im Schwimmbad- und Whirlpoolbereich ausklingen. Der nächste Tag begann mit einem Geburtstagsfrühstück für Papa. Nachdem die Torte aufgegessen war, standen 4 Stunden Fahrt nach Las Vegas an. Bevor wir jedoch in der Zockerstadt ankamen, erwartete uns an der Grenze zwischen Arizona und Nebraska der Hoover Staudamm, eine ziemliche Touristenattraktion wie sich herausstellte, die sich aber noch in Bauarbeiten befindet.
Beim Nähern der Stadt wurde uns noch mal ganz deutlich, dass diese aus dem Nichts inmitten der Wüste gebaut wurde. Nach einem kurzen Ausflug in die Outlet Mall von Las Vegas ging es zum Hotel. Das gigantische Ceasar´s Palace wartete auf uns.


Schon das Einchecken war ein Abenteuer für sich. Zuerst einmal musste ich 10 Minuten durch die riesigen Spielehallen, römische Einkaufsmeile und Kleopatra Bars laufen, bis ich endlich den Check Inn gefunden hatte. Noch einmal 10 Minuten später hatte ich die Schlüssel für unser Hotelzimmer im 27 Stock. Das Tolle an der Sache: mit ein paar kleinen Tricks und etwas Glück hatten wir das Zimmer im Wert von ca. $ 300 für $ 100 bekommen. Auch wenn der Raum sehr schick war und wir eine super Aussicht auf die Stadt hatten, wollten wir doch nicht lange dort bleiben und machten uns sofort auf den Weg.

(hier ein Bild vom Poolbereich)
Kaum das Hotel verlassen erwartete uns auch schon der Strip.
Und so spazierten wir diese Hauptstraße entlang, bestaunten den Eifelturm in Paris, die Gondeln in Venice und fuhren mit der Achterbahn quer durch New York, natürlich auch an der Freiheitsstaue vorbei.
Noch grandioser wurde das Ganze dann am Abend, unzählige Licht- und Wassershows beeindruckten die Menschenmassen.
Natürlich probierten wir auch einmal die Spielautomaten aus, mehr als $ 5 war uns der Spaß aber nicht Wert.
Am nächsten Morgen ging es auf nach Old Downtown, ein lohnenswerter Geheimtipp.
Zum Abschluss unserer Reise stand dann noch ein Besuch des Stratosphere Tower an.
Dort wurde uns einmal mehr bewusst, wie verrückt diese Stadt ist und dass keine Gelegenheit einer Touristenattraktion ausgelassen wurde. Nicht nur dass dieser Turm mit 350m der höchste freistehende Aussichtsturm der USA ist. Man hat auch noch 3 Attraktionen zur Auswahl, was den Titel als höchstgelegener Freizeitpark der Welt einbringt. Mir hatte es der X-scream angetan, bei dem man in einer Art Achterbahn über die Kante des Turms hinausschießt und erst über den Dächern der Stadt ganz plötzlich anhält. Definitiv das krasseste was ich je gefahren bin.
Leider hieß es dann, nach einem letzten Spaziergang, auch schon wieder Abschied nehmen. Mit dem Mietwagen ging es Richtung Flughafen. Dort wurde noch ein letztes Kaktusbild geschossen, bevor wir ein paar Stunden später im overnight flight nach Detroit saßen.
An dieser Stelle geht ein riesiger Dank an meine Familie, die diesen unglaublichen Trip möglich und unvergesslich gemacht haben.
2 Kommentare:
Ohh...wie toll! Dieser schoene Bericht und die traumhaften Bilder steigern meine Vorfreude auf naechste Woche noch mal um einiges:).
Und vlt. hast du ja Recht...Las Vegas sieht definitv zu toll aus, um es einfach links liegen zu lassen.
Aber naja, man kann eben nicht alles haben...mal schauen, was sich so ergibt:).
ly
and gfg iyw t? hahahahaha
wow, wunderschöne bilder... da habt ihr echt viele tolle sachen erlebt in der kurzen zeit!
grand canyon ist der hammer, oder?
und vegas steht auf meiner wunschliste für den nächsten AZ-besuch :)
noch ganz kurz ein paar aufklärende worte zur zeitzone: wie ihr richtig gelesen habt, wird in AZ (außer in ein paar indianerreservaten in der nähe des grand canyon) im sommer die zeit nicht umgestellt - wenn es hier sommerzeit geben würde, würde es abends viel zu spät etwas abkühlen. das bedeutet, dass AZ im winter zur mountain standard time zone gehört (wie es geografisch logisch ist), im sommer aber hat man hier die pacific standard time - von CA kommend, musstet ihr eure uhren also nicht umstellen ;)
(das gleiche galt für uns schon im märz, als wir von AZ nach CA gefahren sind)
lass dir's gutgehen liebe alex!
und was, franzi, dich zieht es auch in den westen? mensch, habt ihr alle nix zu tun als ständig zu reisen?? ;) viel spaß auf jeden fall!
anika aus dem wieder sonnigen chemnitz
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