Samstag, 27. September 2008

In einem der größten Stadien der Welt

Heute morgen hieß es zeitig aufstehen. Jonah hatte ein Fußballturnier in Lansing, der Hauptstadt von Michigan. Und das erste Spiel war bereits um 8.


Als Kapitän zeigte Jonah seiner Mannschaft wo es langgeht und die von ihm geführte Abwehr hatte alles bestens im Griff, beide Spiele des Tages wurden 1:0 gewonnen. Nach dem ersten Spiel gings erstmal in das nächste Restaurant zum Frühstücken und danach meinte mein Gastvater, dass ich von der Hauptstadt noch ein bißchen mehr als das Fußballfeld sehen sollte. Auf gings zum sightseeing. Das sah dann so aus, dass wir mit dem Auto einmal quer durch die Stadt fuhren, vorbei an sämtlichen Regierungs- und Repräsentantenhausgebäuden. Dafür schauten wir uns den Campus der Michigan State University etwas genauer und zu Fuß an. Und Jack war überglücklich, dass ich seine Begeisterung für Universitätsgelände und Sportstätten teile. (Ich bin wirklich der Meinung, dass die Universitäten mit das tollste sind, was Amerika zu bieten hat. Die Dimensionen der dazugehörigen Sportanlagen sind unvorstellbar).
Am Nachmittag fuhren wir dann gemeinsam nach Ann Arbor. Dort stand am heutigen Tag ein Footballspiel der University of Michigan an. Wie schon einmal erwähnt, ist das Michigan Stadium mit einer Maximalbelegung von 130 000 Zuschauern eines der größten Stadien der Welt.
Vor dem eigentliche Spiel, gab es erst einmal ein Show mit rießigem Blasorchester, sowie ganz vielen Chearleadern. Außerdem wurden einige Eherengäste begrüßt, Olympiateilnehmer der Michigan University u.a. Michael Phelps.
Am heutigen Tag war das Stadion mit 118 000 Menschen gefüllt, eine großartige Stimmung und Akustik. Nach einem Rückstand von 18:00 gelang der heimischen Mannschaft ein unglaublicher 27:25 Sieg (das zweitgrößte Comeback in der über 100 jährigen Geschichte der Mannschaft).
Was hinterher auf den Straßen um das Stadion los war, lässt sich schwer in Worte fassen.
Who cares about the ruels....war ziemlich lustig anzusehen, wie die Spieler sich immer so aufeinander gestürzt haben.
Jonah (im Vordergrund) und ich und alle anderen hatten Spaß. Ein richtig toller Tag!!!


Morgen habe die Jungs wieder jede Menge Sportveranstlatungen und da mein Gastvater arbeiten muss, bin ich voll mit im Einsatz.
Ab Montag beginnen dann die Rosh Hashannah Feiertage, das heißt Schulfrei für die Kinder von Montag bis Mittwoch.

Sonntag, 21. September 2008

Kurzurlaub Up North

Fragt man die Menschen in Michigan nach attraktiven Reisezielen in ihrem Staat bekommt man zu 99% "Up North - Mackinac Island" als Antwort. Zusammen mit einigen anderen Au Pairs wurde der Entschluss gefasst, dem selbst einmal nachzugehen. Am Freitag Nachmittag machten wir uns auf die Reise mit dem Ziel Lake Huron an der Nordspitze von Michigan. Nach 4,5 stündiger Fahrt mit 7 Leuten im Auto wurde der Hotelpool nach der Ankunft dankbar ausgetestet. Am Morgen gings dann mit der Fähre auf Mackinac Island.



Während der Fährfaht hatten wir unteranderem einen tollen Blick auf die Mackinac Bridge.
Eines der besonderen Reize der Insel besteht darin, dass keine Autos fahren dürfen. Deswegen fand die erste Erkundungstour mit der Pferdekutsche statt. Vorbei gings an niedlichen alten Häusern und sehr schicken (sehr teuern Hotels) in das Innere der Insel, eine Art Nationalpark. Natürlich wurde auch oft genug gestoppt um den zahlreichen Fotowünschen nachzugehen oder einfach nur die herrliche Aussicht zu genießen.



Weiterhin stand ein Besuch von Fort Mackinac (ein historische Rekonstruktion) sowie des Sommerhauses der Gouvaneurin von Michigan an. Natürlich testeten wir auch die inseleigenen Delikatesse "Fudge", eine ziemlich süße, sehr weiche und zähe Schokolade in verschiedenen Geschmacksrichtungen. Dabei profitierten wir von den tollen Seiten Amerikas, zum einen, dass man alles kosten und probieren kann, zum anderen, dass es überall kostenlos Wasser gibt. Um einen noch tolleren Eindruck von der Insel zu bekommen, entschlossen wir uns die Insel im 8 Meilen langen Küstenweg zu umradeln. Kurzerhand mieteten wir uns Tandems. Ich hätte nie gedacht, dass Tandemfahren so leicht ist und sooo viel Spaß macht. Auch an landschaftlicher Schönheit war die Tour kaum zu überbieten.


Den tollen Tag ließen wir in Mackinc City ausklingen.
Für die Rückfahrt am Sonntag wurde ein Stop in Frankenmuth beschlossen, eine Stadt die mehr oder weniger deutsch geprägt ist. Lustigerweise wurde an diesem Wochenende dort auch ein kleines Oktoberfest zelebriert. An Bier wurde erst gar kein Gedanke verschwendet, stattdessen wurde eine "Bratwurst" ausprobiert. In den kleinen Geschäften fanden wir auch Dinge wie Maggitütchen, Bahlsenkekse, Milkaschokolade, Adventskalender und Pumpernickel. Ja, sowas kann nach knapp 8 Wochen USA schon etwas Glücksgefühle hervorrufen.




Dienstag, 16. September 2008

Eindrücke einer (ganz normalen) Woche

Das Wochenende mit allen seinen Plänen ist leider vollständig dem Regen zum Opfer gefallen.
Aber Alternativen wurden geschaffen.

Einladung zum Barbecue bei meiner niederländischen Freundin. Es gab vorallem eins; ganz viel Fleisch. Ein Rätsel ist mir immer noch ob die Amerikaner tatsächlich glauben, 15 Mann könnten je im Leben 40 ca. 15 cm lange Kämme Rippchen essen.


Solche Fragen tauchen, beim Kochen mit anderen Au Pairs jedenfalls nicht auf.

Am Sonntag Morgen folgte ich einer südafrikanischen Freundin in die Kirche (eine Schulaula, die Sonntags als Kirche dient) Das war ziemlich anders, als die Gottesdienste die ich bisher gesehen habe, der Pfarrer trug `normale´ Kleidung, es spielte zum Anfang eine Rockband und es wurde mit Filmsequenzen gearbeitet, richtig toll, und eine propevolle Aula als Bestätigung für das anscheinend populäre Konzept
Natürlich wird auch weiterhin mit vollem Einsatz an der Tenniskarriere gefeilt;). Eine Alternative, da ich mich bisher volleyballmäßig noch nicht nach meinem Geschmack austun kann. Am Samstag, war ich bei einem Volleyballkurs, das war allerdings nicht so das wahre, dafür hab ich 5 weitere Möglichkeiten in unserer Umgebung bekommen, die werd ich jetzt ausprobieren und bis dahin trainier ich meinen Schlagarm beim Tennis. Mit den beiden kleineren Jungs gings diese Woche zu einem Sportshop, wo ein sehr berühmter Eishockeyspiele zum Autogrammschreiben und Fotos mit dem NHL Pokal machen zur Verfügung stand.

Beim Fußball haben alle Anfeuerungen diese Woche nicht geholfen, alle drei Jungs haben ihre Spiele verloren.

Auf was man hier nicht alles achten muss: als ich mit dem Jungs den Treffpunk für die Schule ausmachte, meinte ich: `we meet at the christmas tree next to your school´. Daraufhin musste meine Gastmutter lachen, auf meinen verdutzten Blick, erklärte sie mir, dass keine christmas trees neben jüdischen Schulen stehen.

von Jonah (13) wollte ich Wissen ob er gerne den Geschichtsunterricht besucht. In etwa seine Antwort: Ich mag Geschichte, aber nur die amerikanische, denn wir sind erfolgreich, unabhängig, haben die Weltmacht und gewinnen jeden Krieg. Während Deutschland den Iranern hilft Atombomben zu bauen (*???*), hilft Amerika Israel beim Aufbau eines eigenen Staates. Amerika führt den Irakkrieg zur Terrorbekämpfung, denn anderenfalls hätte es einen Krieg auf amerikanischen Territorium gegeben.
Was soll man darauf antworten? Falls das wirklich die Ansicht ist, die die Kinder in der Schule vermittelt bekommen, wundert mich nichts mehr.

Gelegentlich werden meine Logistischen Fähigkeiten abverlangt, wenn z.B. innerhalb von 4 Stunden Jonah, Aidan und 4 weitere Kinder aus unserem Ort von der Schule abgeholt werden müssen, Aidan und Jonah beide sowohl Fußballtraining als auch Hockeytraining (an einem Nachmittag!!!) an 4 unterschiedlichen Orten haben, Aaron und zwei weitere Freunde von der High School nach Hause gefahren werden müssen. Die Entfernungen liegen bei ca. 5 - 25 Meilen. Natürlich sollten alle Kinder auch ihre Hausaufgaben gemacht haben und ein gesundes Dinner gegessen haben. Man gewöhnt sich an alles, auch das man für sich + 5 weitere Personen mitdenken muss (anderenfalls fährt man liegengebliebene Hausaufgaben zur Schule oder vergessene Handys auf Arbeit)

Oft gibt es auch wirklich tolle Momente mit den kids: Ich stand in der Küche, schnitt Zwiebeln und war auch ordentlich am heulen, da kam Aidan mit einem Kaugummi zu mir und meinte, dass das hilft, das ich nicht mehr weinen muss.

back to school: heute stand der erste Test in Spanisch an und vorher waren 10 Seiten Hausaufgaben abzugeben (wie fatal geglaubt zu haben, nach dem Abi seien solche Zeiten vorbei). Mein neuer Laptop hatte mich die letzte Woche doch das ein ums andere Mal vom Lernen abgehalten und so war mein Gefühl vorher eher gemischt, hinterher dafür umso besser. Ich hätte auch gerne mal solche Lückentexte in Englischklausuren gehabt, oder Bilderchen wo man nur die Vokabel darunter schreiben muss. Das Ergebnis gabs ab Abend im Internet. Tolle Sache, nützt einem bloß nichts, wenn man keine Ahnung hat was die ganzen Punktwerte und Prozentzahlen auf dieser Seite zu bedeuten haben. Also heißt es doch abwarten bis zur nächsten Stunde.

Sonntag, 7. September 2008

gelegentlich mal eine sportliche Herausforderung

...muss auch in Amerika sein. Ohne Frage, deshalb meldete ich mich fuer den 10 km Detroit Zoo Lauf an. Wo auch immer man sich auf deisem Erdball befindet, Crosslaufe habe eine magische Anziehungskraft fuer Regen. Wir hatten die letzten 3 Wochen strahlenden Sonnenschein hier, und als ich mich heute morgen 7 uhr auf den Weg macht, schuettete es wie aus Kannen. Das freundliche Laufteam gab mir im Startbereich erstmal ein neues T'shirt. Gemeinsam mit hunderten anderen Teilnehmern, gings puenktlich 8 uhr (die amerikaner rennen gerne frueh am Morgen) los. Bei 10 km sei es auch gestattet fuer das Olympische Motto zu rennen:), deswegen wirds hier keine Zeit geben (Papa, ich weiss doch das du Laufstatistiken liebst:
runwilddetroitzoo.com). Sagen wir mal,ich hab mir genuegend Raum fuer Verbesserungen gelassen, deswegen war ich auch etwas ueberrascht, dass es fuer Platz 2 in meiner Alterskategorie (15-18 Jahre) gereicht hat. Das das kostenlose Massageprogramm nach dem Lauf mitgenommen wurde, steht ausser Frage.

durchgeweichte, und etwas zerstoerte Alex nach dem Lauf;)

Das Sport in meiner Gastfamilie einen hohen Stellenwert hat, sei an dem Besipiel verdeutlicht, dass mir mein Gastvater nach dem Lauf die 20 $ Startgebuehr + Finisherbonus bezahlt hat, fand ich eine nette Geste.

Nach dem Lauf, gings mit meiner chinesischen Freundin in die Shoppingmall, zum einen kaufte ich mir endlich einen MAC (und bekan einen I-Touch sowie einen all-in-one Printer gratis dazu). Das wird mich Techniktrottel in den naechsten Tagen ersteinmal vor einigen Herausforderungen stellen. Zum anderen, musste ich mir endlich mal ein paar neue Hosen kaufen. Ich hab mir zwar in den letzten 5 Wochen die allergroesste Muehe gegeben, meine 5 paar sommerhosen + einen Rock abwechselnd zu tragen, allerdings duerfte mein Hosenmoeglichkeitenlimit mittlerweile auch Aidan aufgefallen sein. Das der Mallbesuch nicht nach 3 Hosen beendet war, duerfte besonders den weiblichen Lesern klar sein. In Deutschland haette ich wahrscheinlich das 4 fache gezahlt, nur fuers Gewissen. (zum Vergleich: 3 Hosen (adidas,roxy,esprit + nike schuhe + ck Oberteil = 70$, am Freitag war ich mit meiner Gastmutter Lebensmittel + Getraenke kaufen, die 1500$ haben mich schon etwas vom Hocker gehauen)

Ab Dienstag, ging letztendlich auch fuer die beiden Kleinen die Schule los und mein Tagesplan wird so langsam geregelt. Fuer alles dies es interessiert hier mal der Stundenplan von Aaron (der Aelteste, juedische Privatschule):1 Stunde: US History Honors, 2. Stunde: Geometry 3. Stunde: Bible, 4.Sunde: Chemistry, 5.Stunde: Study Hall, 6.Stunde: American Litterature, 7.Stunde: Intro to Talmud, 8.Stunde: Modern Hebrew, 9.Stunde: Sports Meiner Ansicht nach ist der Stundeplan etwas einseitig.

Die beiden "Kleineren" werden von mir waehrend der Hausaufgaben betreut, wobei die Hausaufgabenmotivation wohl weltweit die gleiche ist. Am Dienstag, gab mir Aidan waehrend seiner Hausaufgabenzeit eine Hebraeisch Kurs, bloed nur, dass ich erst nach 20 Minuten merkte, dass das nicht wirklich Haebraeisch war. Und waehrend ich am Donnerstag Jonah die Regeln zum Loesen von Ungleichungen erklaerte, wollte er mir viel lieber von seinen Schulfreundinnen erzaehlen, was er dann auch tat, wobei er * total niedlich ruebergebracht* erklaerte, dass er sich bei den Maedels alle Tueren offen haelt und sich deswegen noch nicht auf die eine Freundin festlegen will. Zumindest sind die Jungs und ich uns einig, dass die kleinen Hausaufgabengeschichten Amy nicht wissen braucht;)

Mit allen Moeglichkeiten ausgestattet, dachten sich meine hollaendische Freundin und ich, wir sollten und doch auch im Sport etwas dem Niveau unserer Familien anpassen. So trafen wir uns 3 mal diese Woche zum Tennistraining. Am Ende der Woche konnte der Zuschauer dann wohl auch bei genauerem hinschauen die Sportart definieren. Und es reichte am Samstag sogar schon zu einem Sieg ueber Aidan.

Diese Woche stand auch die erste Collegestunde Economics an, der Instructor ist ziemlich lustig (auch wenn ich nur 50% seiner Wortwitze verstehe). Vom Inhalt her war das meiste bekannt fuer mich und so konnte ich mich stattdessen auf die neuen englischen Vokabeln konzentrieren. Interessant ist auch, dass die gesammte Stunde in Gebaerdensprache uebersetzt wird, da einer der Studenten taubstumm ist.


Sonntag, 31. August 2008

camping experiences

Am Freitag enschieden zwei weitere Au Pairs aus meiner Ort (Suzanne aus Holland + Claudia aus Deutschland) und ich uns spontan fuer ein Campingwochenende.
Am Samstag frueh gings erstmal noch mit Aidan und seinem Freund ins Schwimmbad, ausserdem holte ich Jack und Jonah in einer sehr abenteuerlichen Fahrt vom Flughafen ab und dann konnte es am freuhen Nachmittag losgehen. Das Ziel, ein Campingplatz im 1 Stunde entfernten Ypsilanti.
Kein Camping ohne Zelt. Bloed, wenn man davon ausgeht, dass ein Zelt gestellt wird. Alles was wir vorfanden war ein Stueck Rasen. Also gings in den naechsten K - Market, dort wurde fuer unglaubliche 26 $ ein Zelt gekauft.
Auch das Zeltaufbauen bereitete keine grossen Probleme.
Und siehe da 10 Minuten spaeter stand unser eigenes Zelt.
Und wir konnten zum Baden an den See gehen.

Natuerlich wurde auch die Wasserrutsche auf ihre Rutschbarkeit getestet.Am Abend fuhren wir ins 15 Minuten entfernte Ann Arbor, eine der groesseren Stadte in Michigan und die Stadt der University of Michigan. Zuvaelligerweise hatte die Collegemannschaft an diesem Tag ein Spiel, im mit 130 000 Plaetze umfassenden Baseballstadium (eines der groessten Stadien weltweit).
Unglaublich viele gelb-blau gekleidete, junge Menschen waren auf den Strassen unterwegs. Wir suchten uns erstmal ein Restaurant. Da wir fuer amerikanische Verhaeltnisse unzumutbare 30 Minuten auf unser Essen warten mussten, gabs hinterher noch einen Smothie gratis. Den Rest des Abends genossen wir das Flair der Studentenstadt. Nach einer recht kurzen Nacht im kleinem Zelt auf dem harten Boden, wurden wir um 8 uhr von den umliegenden Amerikanern geweckt, die ihren Grill angeschmissen hatten um das Fruehstueck zuzubereiten. Wir entschlossen uns fuer ein morgendliches Schwimmen. Den sonnig-heissen Vormittag verbrachten wir wiederum am See. Auf Mittag gings dann nochmal nach Ann Arbor. Die Universitaet und der Campus sind unglaublich schoen. Genauso unbezahlbar ist ein Studium an der Uni, ohne ein Stipendium.

Blick auf den Eingang vom Hauptgebaude:

Ein kleiner Teil vom Campus

Wir konnten auch feststellen, dass sich die Amerikaner staerker mit ihrer Uni identifizieren. So tragen fast alles Studenten die blau-gelben "University of Michigan" Shirts,Pullover,Basecaps....

In den Strassen von Ann Arbor war am Nachmittag noch ein kleines Street Dance Festival.

Wir entschlossen uns spontan an einem Countrydance Workshop teilzunehmen. Ich glaub in Plauen waere mir das ziemlich peinlich gewesen, hier wo uns keiner kennt, war es ganz lustig:)
Ein tolles Wochenende, und da wir ja jetzt unser eigenes Zelt haben, wird es wohl nicht das letzte Campingwochenende gewesen sein.

Buenos tardes, Mucho gusto.

...das sind die ersten Brocken Spanisch, die ich aus der ersten Collegestunde mitgenommen habe. Der Kurs ist bunt gemixt, vom Alter (17-40) als auch von den Vorkenntnissen (4 Jahre Spanisch an der High School bis absolut keine Fremdsprachenerfahrung). Ich bin die einzige Auslaenderin und wurde glatt von der Proferssorin als Schriftfuehrerin ausgewaehlt. Dabei muss ich ziemlich aufpassen, die Sprachen nicht durcheinanderzuhauen. Es gab auch gleich nen straffen Plan, mit Tests, insgesammt 6 im Semester sowie dem Mitsemesterexamen und Abschlussexamen. Und auch solche Dinge, wie unangekuendigte Ueberpruefungen, falls wir den Anlass dazu geben, sind einem deutschen Schueler ja nicht unbekannt. Ansonsten war die erste Stunde noch recht relaxt und zum gegenseiten Vorstellen, natuerlich auf Spanisch.
Hinterher haben mich auch gleich 3 amerikansiche Maedels mit in die Cafeteria eingeladen.
Letzten Sonntag hab ich dann Elana kennen gelernt. Ich denke, mit ihr werd ich super klar kommen, sie ist auch sehr hilfsbereit. Nur leider hat sie - wie auch ihre Brueder - die Ordnung nicht erfunden. Ihr koennt euch nicht vorstellen, mit wie viel schmutzigen Sachen sie aus dem Camp zurueck kam. Es waren ganze 5 Waschmaschinen voll. Leider hab ich verpasst es zu fotographieren. Aber hier mal ein Bild, von Elanas Waesche am Freitag (von 4 Schultagen). Und da hab ich schon 6 Jeans vom Waeschekorb wieder in den Schrank einsortiert.
So ab jetzt werd ich euch auch mit meinen Waescheproblemen in Ruhe lassen. Fuer Elana und Aaron ging ja diese Woche die Schule los. Am Abend sind meist alle 4 Kinder durchs Haus gesprungen und haben alle moeglichen Schulsachen zusammengesammelt.
Jonah und Jack (mein Gastvater) hab ich Donnerstag zum Flughafen gefahren, die sind spontan mal nach New York zu den US Open geflogen. Dabei konnte ich mich noch gluecklich schaetzen, dass bereits am Mittwoch erfahren zu haben. Jonah wurde erst am Donnerstag 5:30 darueber infomiert. Ist ja keine grosse Sachen;).

Am Donnerstag hatte ich mein persoenliches Wochenhighlight. Ich bin mit Aidan und seinem Cousin zum Wasserskicamp gefahren. Dank des etwas bewoelktem Wetters, verbunden mit der Tatsache, dass zwei junge Herren im Wasserskicamp nichts zu tun hatten, durfte ich eine Stunde lang Wasserskifahren und Wakeboarden, for free. Das war richtig cool und ein besseres Armkrafttraining findet sich wohl kaum. Der special Kick war noch. dass die Jungs alles Moegliche versucht haben, mich ins Wasser purzeln zu lassen. Ist ihnen aber nur 3 mal gelungen;)
Freitag war wieder grosses Sabbatdinner bei uns im Haus, mit ca 30 Verwandten, leckerem chinesischem Essen (dass sogar fast aller geworden ist, sehr zum Leiden meiner Gastmutter, geht ja auch gar nicht, dass mal was alle wird hier) und einigen heiklen politischen Diskussionen.

Mein Freizeitprogramm fuer diese Woche war wieder bunt gemixt, Schwimmen, Treffen mit anderen Au Pairs in der Stadt, ein Open Air Classickonzert sowie erste Erfahrungen mit dem amerikansichen Kultspiel "Rock Star". Fuer alle die wie ich absolut ahnungslos sind: Jeder Teilnehmer hat ein Plasteinstrument bzw. ein Mikro, man drueckt die vorgegbenen Tasten, oder klopft auf Scheiben oder singt den Text und die Playstation gibt den kompletten Rocksong wieder. Falls das nicht geklappt hat, lags an mir. Obwohl ich im Gegensatz zu den 3 amerikansichen Mitspielern die "easy" Einstellung hatte. Komische Hobbys haben die hier...

Samstag, 23. August 2008

Startschuss Studium

Nach einigem Hin- und Her mit der Kurswahl und 5 Collegebesuchen konnte ich mich diese Woche letztendlich fuer meine beiden Favoritenkurse registrieren. Da Problem war, dass einerseits viele Kurse schon voll waren, da sich die meisten Studenten bereits eher angemeldet hatten und das man andererseits aufgrund der Uniferien schwer an die Professoren heran kam. Zuersteinmal bekam ich diese Woche die Auswertung des vorgeschriebenen Michigan Test of English, eine Punktlandung. Auf einen Punkt genau, kam ich in den Bereich, der es auslaendischen Studenten erlaubt, ohne einen Englischkurs zu besuchen, zwei Kurse aus dem gesammten Angebot zu waehlen. Das Formelle (Registrierrung, Bezahlung, Buecherwahl) war in etwa so kompliziert, wie der erste Blick in das Infoheft Sachsen "der Weg zum Abitur".
Am Donnerstag startet der Spansichkurs (4 Credits, zweimal woechentlich) und eine Woche spaeter geht der Economicskurs (3 Credits, einmal woechentlich) los.
Hier ein Bild vom nur ca 5 Minuten entfernten Campus in Royal Oak.

Trotz des zahlreichen Besuches, hatte ich diese Woche viel Freizeit. Zwar hiess es morgens bereits 5.30 aufstehen und fuer die Bande Fruehstueck vorbereiten. Allerdings waren ca 10 Uhr alle Kids aus dem Haus. An verschiedenen Orten in Detroit und Umgebung fanden die Macabi Games statt, bei denen juedische Kinder aus aller Welt Wettkaempfe in vielen verschiedenen Sportarten hatten. "Meine" Familie hatte sich sozialerweise als Gastfamilie zur Verfuegung gestellt (der Grund fuer den 5 Mann Besuch aus New York). Dank des breit gefaecherten Rahmenprogramms kamen die Jungs auch meist nicht vor 8 Uhr nach Hause. Meine Aufgabe war es dann noch dafuer zu sorgen, dass am naechsten Morgen saemtliche Sportsachen wieder sauber waren.
Mein Reich, der Waschraum. Aber alles halb so wild, der Raum hat schliesslich alles was man braucht (grosser Kuehlschrank, Telefon, Computer).
Am Abend standen dann z. B. Lagerfeuerrunden an, bei der es zur feierlichen Zelebrierung meines ersten S'more kam. (Schokolade + im Feuer erwaermte Marshmallow in zwei Krackerhaelften - gut nachvollziehbar, dass die Amerikaner entsetzt darueber waren, dass ich so eine Delikatesse nicht kannte:) Wie schon erwaehnt standen tagsueber Collegebesuche an, aber auch Baden und sonnen im oetlichen Pool. Ich glaub, die Jahreskarte wurde noch nie so haeufig benutzt. Das gleiche gilt wohl auch fuer das Fahrrad.

Klein aber fein, mit zwei Rutschen, 25 Meterbahn und Sprungbrett sowie 10 rote "Lifeguards", damit auch wirklich nichts passiert. Amuesant ist auch, dass alle 1,5 Stunden 15 minuten "adultsswim" ist, wobei alle unter 18 jahren, das Wasser verlassen muessen. Ausserdem hab ich mich, diese Woche im oertlichen Sports- und Countryclub angemeldet. Die 30 $ Monatsbeitrag enthalten Nutzung der Schwimm- und Turnhalle (mit 200m Laufbahn), Fitnessgeraete, Trainnningsteilnahme (z.B. Volleyball oder Basketball) und Kurse (Stepaerobic, Aquafitness, Salsa,...). Da es leider mit der Collegemannschaft Volleyball nicht geklappt hat, einerseits wegen der unguensitgen Trainingszeiten, andererseits haette ich Vollzeitstudent sein muessen, will ich versuchen soviel wie moeglich von diesem Sportangebot zu nutzen, vorallem das 2 mal woechentliche Volleyballtraining.
Gestern Abend gings dann 30 Meilen antlang des Highway zu einem niedlichen, kleinen Konzert. 2 tolle Gitarristen stellten ihr neues Album vor. Ein Amerikaner, der an dem selben College ist, hatte mich gefragt. 3 Studen richtig gute Musik, inklusive Locationwechsel. Aufgrund des Wetters wurde aus "open Air" ein "inside the church".

Zum Abendessen gings in den "Red Dog Sallon", eine Art Pub. Dort erwartete uns dann das zweite Konzert.

Nach Gemuese im Salat hab ich leider vergeblich gesucht.

Wieder einmal musste ich diese Woche feststellen, dass ich wahrscheinlich fuer die amerikanische Lebensweise nicht so richtig geschaffen wurde. Nachem bereits eine Kloospuelung unter meiner Nutztung ihren Dienst versagt hat (die Klossspuelungen hier sind mir echt unheimlich), sowie meine anhaltende Unkenntnis ueber die Benutzung der Fernsehgeraete (nach einer halben Stunde Beschaeftigung mit der touch screen Fernbedienung bin ich jetzt immerhin in der Lage die Teile auszuschalten) sind mir seit diese Woche auch die Briefmarkenautomaten suspekt. 50 Cent hineingesteckt und in guter Hoffnung eine 50 Cent Briefmarke zu erhalten, spuckte mir das Teil, 50 1 Cent Briefmarken aus. Wer also Interesse an 1 Cent Briefmakren mit dem Motiv "Tiffanies Lamb" haben sollte, solle sich bitte bei mir melden!
Heute Abend kommt dann Elana wieder und ich darf morgen....richtig....Waesche waschen. Und da duerfte bei 2 Monaten Camp in Kanada einiges zusammengekommen sein. Ab Montag beginnt fuer die beiden Grossen die Schule. Die Kleinen duerfen noch eine Woche Entertainment by Alex geniessen.

Allen fleissigen Lesern, fuer die ab Montag auch wieder der Ernst des Lebens losgeht, wuensche ich einen guten Schulstart!!! Und den Lehren sei mit dem abschliessenden Bild gezeigt, welch wunderbares Leben sie in Deutschland haben, da sie nicht wie ihre amerikanische Kollegen dem Ausverkauf zur Verfuegung gestellt werden