Dienstag, 30. Dezember 2008

Weihnachten in der Ferne

Am Donnerstag Morgen wurden wir um 7 Uhr geweckt, als Sam seinen Kopf zu Tuer herein steckte und hoeflich fragte, ob wir schon wach seien. Im Schlafanzug, mit verschlafenen Gesichtern und zu Berge stehendem Haar bewegten wir uns Richtung Tannenbaum. Es folgte ein stundenlanger Auspackmarathon. Sogar wir sind nicht ganz leer ausgegangen. Ein Grossteil der schier endlosen Geschenkeflut bestand aus virtuellen Spielen, was zur Folge hatte, dass die Kinderchen fuer die naechsten Stunden (und Tage....) erstmal beschaeftigt waren. Anschliessend gingen wir zu Kirche in den Weihnachtsgottesdienst. Waehrend alle anderen Gemeindemitglieder sich danach zur gemeinsamen Christmasparty zusammengefunden haben, mussten wir zurueck zur Gastfamilie, um beim Kochen zu helfen. Das hat auch den ganzen restlichen Tag in Anspruch genommen. So eingespannt fiel es uns auch leichter das Weihnachtsfest in der Ferne zu ueberstehen.
Am Freitag Vormittag fuhr Alex mit dem Zug nach Plymouth zur Berit und Franzi durfte zur Abwechslung mal 4 Kinderchen hueten (Cousin + Cousine). 
Nachdem die Berit die Alex vom Bahnhof abgeholt hatte, ging es zur Strandpromenade zum Mittagessen und noch für ein paar Minuten an die Atlantikküste

Da die Berit am Nachmittag noch fleißig arbeiten musste, wurde die Alex beim Twister spielen mit Bradley (5), Puppentheaterzuschauer presented by Bradley und Alexander (2) und im Spieleboden mit eingespannt. Nur Amanda (1) wollte sie nicht so richtig akzeptieren.

Am Abend stand noch eine kleine Stadtführung von Plymouth an, inklusive der historischen Städte, der Mayflower und des niedlichen kleinen Stadtzentrums.
hier im Hintergrund der detailgetreue Nachbau der Mayflower zu sehen, und auf dem Bild unten seht ihr den Plymouth Rock.


Am naechsten Tag trafen wir uns alle in Boston wieder. Es folgte eine kleine Stadttour, ein Kinobesuch (Twilight - kitschig, laecherlich, kurzum einfach ridiculous und nicht weiter zu empfehlen....der maennliche Hauptdarsteller troestete aber ueber vieles hinweg). Da Alex ihr Handyaufladegeraet in Philadelphia vergessen hat, musste ein neues besorgt werden...DRAMA. (Mit ihrem technischen Unwissen hat Alex den Verkaeufer voll auf die Palme gebracht und das weibliche Klischee zu 100 % bestaetigt...erfolgreich war sie trotzdem;). Wir fuehrten unseren abendlichen Spaziergang ueber den Quincy Market bis zum Hafen fort und rundeten den Abend mit einem Besuch in der Cheesecakefactory ab.
Hier sind wir drei (mit Berit) unter einem Lichtertunnel am Boston Harbour zu sehen und unten ist der tolle Weihnachtsbaum am Quincymarket mit dem Rathaus im Hintergrund, dass doch ein bisschen an den Big Ben erinnert ;)
Am Sonntag Nachmittag nach der Kirche stand der intelektuelle Hoehepunkt der Woche an, der Besuch der Harvard University in Cambridge. Nachdem die Alex wie die zahlreichen Chinesen den Fuss der Harvardstatue beruehrt hatte, ein bisschen vor der tollen Library gepost hat und feststellen musste, dass der Campusbesuch allein, einen auch nicht gebildeter macht, kaufte sie sich noch einen original Harvardpullover, um wenigstens gebildet aussehen zu koennen *gg*.
Am Abend folgten wir einer Einladung von Dave und Heidi, die die Jugend der Kirchgemeinde zu einem Open House eingeladen hatten. Bei Tabu und Apples to Apples (auch ein Sprach- und Gesellschaftsspiel) wurde unseren Fremdsprachenkenntnissen und Lachmuskeln einiges abverlangt.

Gestern wollte Alex sich von Bostons Shoppingmoeglichkeiten ueberzeugen, also fuhren wir in eine Outlet Mall, besser gesagt in ein ganzes Outlet Dorf. Und sie wurde nicht enttaeuscht. Jedoch brachte sie neben der grossen Tuete auch noch ein Logistikproblem mit nach Hause (wie soll sie das ganze Zeug nur zurueck nach Michigan bringen - an Deutschland noch gar nicht zu denken :). Der heutige Tag laesst sich ganz gut mit Packen, Planen, ein bisschen Stress und Besorgnis, sowie ein letzter Boston Besuch von Alex (inklusive Skywalk auf dem Prudential Tower) zusammenfassen. 
Dieses Bild ist vor der Boston Library entstanden und die anderen beiden Bilder zeigen den Platz drum herum. 

Morgen frueh heisst es dann zeitig aufstehen, um den 8 Uhr Bus nach New York zu bekommen. Und wenn wir um Mitternacht noch nicht vollstaendig eingefroren sind, werden wir euch allen vom Time Square zuwinken.

In diesem Sinne wuenschen wir euch alle ein erfolgreiches und gesundes neues Jahr!!! 

P.S.: Ja, wir sind alle drei gut aus dem turbulenten New York wieder in die "Heimat" zurückgekehrt, der Silvesterbericht ist in Arbeit (es erwarten euch zahlreiche peinliche Bilder ;). Mein Philadelphia Bericht ist jetzt übrigens auch online (unter dem Winterwonderland Post)

Mittwoch, 24. Dezember 2008

Alex comes to Winterwonderland

Nachdem Franzi sich am Sonntagmorgen durch den heftigsten Schneesturm zur Kirche begeben hatte (mit 10 mph, zweiminuetigen Herzattacken weil das Auto mehr gerutscht als gefahren ist und Schweissperlen auf der Stirn) konnnte sie den ganzen Tag nicht aufhoeren sich groesste Sorgen zu machen, wie ich von Philadelphia ueber New York nach Boston kommen sollte.
Dank modernster Technik (Handy :) , standen wir in regelmaessigen Intervallen in Verbindung und Franzi war sehr erleichternt zu hoeren, dass alles nach Plan lief und sie mich um 11.30 pm vom Bahnhof abholen konnte.
Waehrend Alex den verpassten Schlaf der letzten Tage nachholte, hat Franzi inzwischen die Kinder entertained, z.B. mit einer Schneeballschlacht im so zauberhaft verschneiten Garten:
das sind Franzis Nachbarn, the church of the Redeemer.
und hier wohnt Franzi.
Am Nachmittag ging es Einkaufen, denn es stand ein German Dinner bevor, natuerlich originally made by the German girls: Gefuellte Paprikaschoten und Reis.
Am Dienstag Morgen mussten wir vor den Cleaners aus dem Haus fliehen, also ging es in ein Restaurant zum Fruehstueck.
Danach wurden die Kinder geschnappt und wir sind mit ihnen ins Boston Science Museum gegangen. Waehrend Franzi und Sam den Ingenieurwettbewerb " Wer-kann-die-hoechste-Ballhaltertrophaee-aus-den-unmoeglichsten-Materialien-bauen" mit ihrem Hammond Tower gewannen (dafuer haben sie einen Aufkleber und allgemeine Aufmerksamkeit bekommen), hat sich Alex an einem Bunny ausgetan (was als grosser Erfolg zu verzeichnen ist, ist schliesslich ihr
erster Hase, der als solcher erkennbar ist).
Nachdem wir uns dort 5 Stunden aufgehalten haben und gerade einmal die Haelfte gesehen hatten, wurde es den Kindern zu viel und wir fuhren wieder heim. Nach einem kurzen Mittagsschlaefchen waren wir gestaerkt fuers Cookiebaking. Das fand zusammen mit ein paar anderen Jugendlichen in der Kirche statt. Ziel war es, 25 nette Tuetchen mit Plaetzchen zu fuellen, um den Gemeindemitgliedern am Weihnachtstag eine Freude zu bereiten. Wir hatten jede Menge Spass beim gegenseitigen Puderzuckerbestreuen und sogar nen Daddy der Kaffee gekocht, abgewaschen und Fotos gemacht hat :)
Der Abend wurde ganz amerikanisch mit einem Mixdinner aus "Kehy Ef Sie" und Taco Bell abgerundet.
Nach dem sich das Szenario vom Montagmorgen wiederholt hat, war unsere heutige Tagesaufgabe Toepfern. Mit Franzis Gastmutter und Betty hatten wir viel Spass beim farbigen Gestalten unserer Muffindosen. In Gedenken an den deutschen Heilig Abend hat Nina versucht das Dinner so deutsch wie moeglich zu gestalten (Zitat Franzi: "Wir hatten schon schlimmeres.") mit Kartoffeln, Rotkraut und Haehnchen. Nach dem Abendessen gab es fuer die Kinder (Betty, Sam und Alex) noch eine kleine deutsche Bescherung (ganz lieben Dank an die Heike!!!).

@alle Leser: Wir wuenschen euch ein frohes, gesegnetes Weihnachtsfest. Feiert schoen und naechstes Jahr sind wir wieder mit dabei, um die Runde aufzumischen...haha

Through the streets of Philadelphia

In der Nacht vom Donnerstag auf den Freitag wurde es etwas verrueckt in Michigan. Es fiel fast ein halber Meter Schnee und mit ihm kam einerseits die Freude ueber Schneefrei aber auch die Beunruhigung wie ich zum Flughafen kommen sollte und vorallem ob mein Flieger ueberhaupt geht. Letztendlich konnte dann alles gemanaged werden und mein Flieger verlies mit nur einer Stunde Verspaetung die schneebedeckte Startflaeche in Richtung New York. Noch ein zusaetzlicher Kreisel ueber Pennsylvenia (ein paar Schneeboehen hielten uns vom Landen ab) und fand ich mich im Menschenmassen ueberfuellten Flughafen La Guerdia wieder. Nachdem ich mich bis zum Ausgang vorgekaempft hatte, ging es auch schon mit dem Bus sowie der U-Bahn weiter zum Bahnhof, wo mein Bus in Richtung Philadelphia abfuhr.

Puenktlich 14 Uhr war es dann soweit und Christina holte mich vom Bahnhof ab. Anscheinend hatte ich auch die Kaelte mit nach Philly gebracht, denn gerade am Samstag war dort der erste Tag mit Minusgraden. Zuerst einmal ging es auf dem Weihnachtsmarkt. (Wenn 6 Buden hintereinander gereiht das Praedikat Weihnachtsmarktueberhaupt verdient haben). Die Bratwurst war nur durch Hunger geniessbar, dafuer freuten wir uns ueber die 3 Staende aus der Heimat.
Weiter ging es nach Mapl Glen, dem Wohnort von Christina und ich musste feststellen, dass ihre Gegend gar nicht so amerikanisch aussieht. Nach einem kurzen Bekanntmachen mit ihrer Familie fuhren wir zu einem Haus mit einer ziemlich crazy Weihnachtsbeleuchtung. Und nicht nur das alles leuchtete, man konnte auch auf zig Knoepfe druecken und irgendetwas gab Laute von sich, drehte sich oder sich fuhr los.

Zum Abschluss des Abends ging es noch zum final Christmas Shopping in die Montgomery Mall.

Am nächsten Tag fuhren wir mit dem Zug nach Philadelphia und bei wunderschönsten Winterwetter ging es im 4 stündigen Spaziergang durch die Innenstadt. Hier ein paar Eindrücke:







Um 15 Uhr hieß es dann auch schon wieder Abschied nehmen (allerdings für nicht allzu lange, denn die Christina will mich in ein paar Wochen in Michigan besuchen kommen).
Ausgestattet mit leckeren selbstgebackenen Plätzchen ging es mit dem Bus weiter in Richtung New York und Boston.

Dienstag, 16. Dezember 2008

Alle Jahre wieder

Egal wo man sich auf diesem Erdball befindet, dem vorweihnachtlichen Stress kann man sich wohl nie wirklich entziehen.
Am zweiten Adventswochenende sind meine Gasteltern erst einmal für 4 Tage in den selbstbetitelten "Erwachsenenurlaub" nach Florida geflogen
Das heiß von Donnerstag Morgen bis Montag Morgen war ich mit den Kiddies allein.
Es gab mal wieder einen Plan, der allerdings 5 Minuten nach dem meine Gasteltern weg waren, über den Haufen geworfen wurde. Natürlich wollte jeder irgendwo hingefahren werden und wir man sich vorstellen kann, lagen die Zielwünsche nicht unbedingt in einer Richtung. Irgendwie konnten dann alle einigermaßen gut beschäftigt werden, was mir auch sehr lieb war, denn wären alle Kinder im Haus herumgesprungen, wäre es zum Schlachtfeld geworden.
Mit Aidan hatte ich auch eine kreative Aufgabe zu bewältigen, wir mussten eine Chanukha Tonne für den Chanukha Carnival dekorieren.
Außerdem verfluche ich jetzt schon alle Eishockey- und Basketballtrainer die ihre Trainings Sonntag auf 7.30 oder 8.00 Uhr morgens legen.


Letze Woche wurden im gesamten Land die Finals an den Unis geschrieben, so auch an meinem College. Und da ich mich ja auch nicht blamieren wollte, habe ich versucht so viel wie möglich von Bruttoinlandsprodukt, nationalen Schulden, unregelmäßigen spanischen Verben und co. in mein Gehirn reinzupressen. Auch wenn es in keinster Weise mit der deutschen Uni vergleichbar ist, war doch einiges zu lernen. Der Denkanspruch hielt sich letztendlich sehr in Grenzen, so konnte man sicher gehen, dass man, wenn man alles schön auswendig gelernt hatte, unter Garantie ein A bekommt - armes Amerika. Geschockt war ich auch, dass jeder die Tests mit Bleistift geschrieben hat. Und noch ein großer Unterschied ist mir aufgefallen, wirklich keiner hat versucht zu spicken.
Jetzt ist erst einmal bis Mitte Januar Semesterbreak angesagt.
Vor zwei Wochen kam Post, nicht etwa der Postbote oder der UPS Mensch, es kam ein ganzer LKW und mit ihm unser Icerink, mal wieder ein klassisches Beispiel wie verrückt die Amerikaner sind. Ich bin mir ziemlich sicher, dass ich hier in einem Gebiet mit einer der weltweit größten Eislaufhallendichte lebe. Aber das allein reicht nicht aus, nein, man braucht einen eigenes Eislauffeld im Garten. Nach zwei Tagen werkeln, schrauben und kleben stand dann das Swimmingpool ähnlich Gebilde, fertig zum Wasser einlassen. Und jetzt hofft jeder auf möglichst -20 Grad (Im Moment sind es so ca -15) um bald auch im Garten an ultrascharfen Slepp Shoots zu feilen.
Die letzen Tage waren zudem noch von zwei Überraschungen geprägt. Zum einen ist meine Gastmutter im Moment arbeitsmäßig für 3 Tage in Californien. Zum anderen gab es gestern Morgen einen Anruf von der Middle School, dass Aidan und Jonah keine Schule haben, da das Schulgebäude kaputt ist. Warum war das Diesterweg Gymnasium in 8 Jahren Schule eigentlich nie kaputt? Am Samstag bin ich für die Weihnachtseinkäufe in eine Outletmall gefahren. Ein typischerer amerikanischer Ort ist wohl kaum zu finden. Ich hab mich ein bisschen wie im Film gefühlt, eine unendliche Aneinanderreihung aller Marken, superkitschige Weihnachtsdeko, ein Foodcourt so groß wie die Stadtgalerie, kreischende Teenies, ja sogar ein halber Rummel war dort anzufinden.
An den letzten zwei Wochen kam ich auch etwas in Weihnachtsstimmung, letzte Woche war ich im Nussknacker Ballet und diesen Sonntag hatten wir große Au Pair Weihnachtsfeier.
Hier ein Suchbild (wo hat sich der Weihnachtsmann versteckt? ;) mit allen Au Pairs aus unserem Cluster und unserer Counslerin.
Ab morgen startet dann das große Kofferpacken. Zum einen fährt meine Familie ja 2 Wochen in den Urlaub (Colorado und Florida) und dafür brauchen die Kinder von Badesachen bis Skikleidung ihren halben Kleiderschrank. Und für mich geht Freitag Nacht auch schon die Reise los, dann werd ich das eiskalte Michigan erst einmal für einige Zeit gegen die weniger kalte Ostküste tauschen.

Dienstag, 2. Dezember 2008

Und sie träumt von Chicago...

...das war jedenfalls bis Freitag früh der Fall. Solange, bis 3 befreundete Au Pairs und ich nach 2 Stunden Schlaf (das Familien Thanksgivingdinner war einfach zu zeiteinnehmend, kein Wunder bei den Tonnen und der Auswahl an Essen) uns auf den Weg zur Bushaltestelle nach Downtown Detroit begeben haben. Und 5 Stunden später befanden wir uns auch schon mitten in dieser beeindruckenden Stadt und wurden auch allerherzlichst begrüßt von einem strahlenden Sonnenschein. Im folgenden gibt es ein paar Highlights aus 3 Tagen Chicago.

Zum einen war da natürlich unser Hostel, super zentral gelegen und perfekt für das Au Pair Budget. Das Zimmer wurde sich mit 7 anderen Mädels geteilt und bestand aus 4 Doppelstockbetten und 8 Schließfächern mitten im Raum. Dabei war ich in einem sehr internationalen Zimmer von Hongkong über Paris. Für den Spitzenpreis gab es auch noch Frühstück, wobei man sich, wenn irgend etwas alle war, einfach im Küchenkühlschrak bedient hat und natürlich wurde auch selbst aufgewaschen.
unsere erste Erkundungstour verlief am Michigan See entlang der zahlreichen Parks. Im Hintergrund eine beeindruckende Sicht auf die Skyline.

eines der Wahrzeichen, der Buckingham Springbrunnen war aufgrund der eigentlich zu erwartenden eisigen Kälte schon in den Winterschlaf versetzt worden. Das Wetter war gnädig mit uns, die Bauarbeiter leider nicht.
Dafür hatten wir ein wenig weiter im Millennium Park jede Menge Spaß mit einem undefinierbaren Gebilde, in dem man sich auf die unterschiedlichste Weise spiegeln konnte.

Weiter ging es zum Navy Pier, ein kleines Vergnügunszentrum auf einem Steg im Michigansee. Und natürlich mussten wir auch eine Fahrt mit dem Riesenrad machen, schon allein um Skylinebild Nummer 132 - 178 einzufangen.
Das Highlight des Abends war, nach dem Verzehr einer berühmten Chicagoer Pizza, die Fahrt auf die Aussichtsplattform des Sears Tower, dem aktuell dritthöchsten Gebäude und nach dessen Bauende das höchste Gebäude weltweit. Das Ergebnis war Chicago bei Nacht, ein einziges Lichtermeer sowie laut Reiseführer der Blick auf 4 verschiedene Bundesstaaten. Da sich die amerikanischen Bundesstaaten allerdings in Sachen Straßenbeleuchtung ziemlich einig zu sein scheinen, konnte dieser Fakt nicht auf seine Richtigkeit überprüft werden.


Und so sieht der Sears Tower in Miniatur aus.

Am Samstag stand die Stadtrundfahrt mit einem historischen Stadtbus an. Dank Hopp On Hopp Of konnten wir an allen wichtigsten Plätzen aussteigen, von der riesigen Einkaufsmeile, die zum Teil so edel ist, dass man einen Termin ausmachen muss um bei Gucci, Prada & Co reinschauen zu dürfen über das Appartment von Oprah Winfrey bis zur Hershley´ s Schokoladenfabrik, die wohl populärste Schokolade in den USA und gleichzeitig der beste Beweis für die amerikanische Unfähigkeit Schokolade herzustellen. Eindrücke der Stadtbesichtigung:
Der Eingang zum Urwaldcafe bei dem einen, während man genüsslich seinen Cafe trinkt, jede Menge Tiere um den Kopf schwirren und auch sonst gehts da drin fast zu, wie im richtigen Urlwald.
Samstag Abend war dann der Weihnachtsmarktbesuch angesagt, angeblich der einzige in den USA. Wie der Name Christkindelmarkt schon verrät, waren die meisten Stände deutsch. Natürlich wurde auch der Plauner Vertretung einen Besuch abgestattet, jedoch auf die Bratwurst wurde dann verzichtet, die Preise waren einfach zu gepfeffert. Und bei $ 7 für einen Becher Glühwein lies es sich auch ohne großen Wehmut an diesem Stand vorbeigehen.
Auf Empfehlung von Maria´s Gastopa landeten wir dann in einem typisch amerikanischen Fastfoodrestaurant, inklusive bestem Entertainment, da dort Samstagabend Schauspielstudenten bedienen. Und da wir uns ja alle gerne ein bisschen zum Ei machen, hatten wir auch kein Problem damit Teil ihrer Show zu sein.

Am Sonntag waren dann die Schönwetterresourcen vollständig aufgebraucht und wir machten uns bei eisigem Schneestorm auf dem Weg in das "Museum of Science and Industry". Das war so groß, dass wir uns nur Teile der Ausstellung vornehmen konnten, zum Beispiel sahen wir einen beeindruckenden Film über den Grand Canyon im 360 Grad Kino.
Und eine Sonderausstellung über das Deutsche U-Boot U505 aus dem zweiten Weltkrieg.
Hier Teste ich gerade die unbequemen Betten im inneren des U-Bootes.

Den Rahmen bildete ein Ausstellung von ca 80 verschiedenen Weihnachtsbäumen aus aller Welt, wobei der typischste aller Bäume wohl der Amerikanische war.
Ein großartiges Wochenende in einer der schönsten Städte der USA mit einer Menge zurückgelegter Laufmeilen.