Donnerstag, 12. Februar 2009

die Spitze ist erklommen

...und jetzt geht es schon wieder bergab. Was sich lediglich auf die Zeitspanne meines USA Aufenthalts bezieht, denn einige Höhepunkte stehen ja noch aus.
Das Bergfest stand also an, seitdem ich das letzte mal hier geschrieben habe. Es kam ganz plötzlich und genau so schnell ist es auch wieder verschwunden ;)
Hauptsächlich war ich in den letzten Tagen damit beschäftigt Essays zu schreiben. Denn in meinem Kurs in International Beziehungen müssen pro Kapitel 2 Essays geschrieben werden und zusätzlich durften wir 3 weitere für Extracredits schreiben. Gestern stand dann unser erster Test über die 4 Buchkapitel an und damit mussten auch alle unsere Hausaufgaben eingereicht werden. Der Test bestand amerikamäßig,aus 35 multiple choice Fragen und natürlich 3 Essays. Wer jetzt denkt, dass wir alle Fragen pünktlich gestern um 9 vorgelegt bekommen haben, liegt falsch. Nein, wir haben bereits eine Woche zuvor die 7 Essayfragen für den Test bekommen, aus denen wir dann 3 auswählen sollten und diese bereits vorschreiben durften (bzw. mussten, denn wer kann schon 35 Fragen beantworten und 3 Essays schreiben, innerhalb von 90 Minuten). Willkommen in Amerika. Für die Mathematiker unter euch gibt es jetzt drei Extracredits zu verdienen: Bei einer Kursstärke von 28 Studenten, unter der Annahme, das jeder alle 3 Extracreditessays geschrieben hat. Mit wie vielen Essays darf sich unser Dozent in den nächsten Tagen bespaßen?
Fest steht schon mal, dass der Mann eine feuchte Wohnung haben muss.
Die letzten beiden Wochenenden standen ganz im Zeichen des Schnees.
Vor 2 Wochen war ich Snowboarden. Dabei habe ich mich bewusst gegen das Skifahren entschieden, zum einen, weil die Berge in Michigan nicht unbedingt eine Herausforderung sind, zum anderen weil ein Armbruch leichter zu verkraften wäre als ein Beinbruch ;)
Lustig ist auch, dass alle "Skigebiete" (6-8 Lifte) um Detroit künstlich sind, was sich nicht nicht unbedingt auf den Schnee, sondern vielmehr auf die Berge bezieht.
Alle Knochen und Gelenke sind am Sonntag heil wieder in Huntington Woods angekommen, lediglich ein bisschen Muskeltkater gabs und die Erkenntnis, dass ich nach 5 Jahren der Snowboardabstinenz immer noch ohne Probleme den Berg herunter komme (und das nicht nur im Rutschen).
Diesen Sonntag ging es Rodeln. Aus Mangel an Hügeln, ging auch dieses Event mal wieder nicht in deutscher Gewohnheit von statten. So rodelt man also amerikanisch:
Man sucht sich 1-3 Verrückte, schnappt sich einen der riesigen Holtzschlitten, steigt auf einen Turm, lässt sich noch von 2 Menschen sicherheitstechnisch einweisen und ab gehts, ausgehend von einer Startrampe im unglaublichem Tempo in einer vorgegebenen Bahn nach unten.
Auch das Wetter sorgte in den letzten Tagen mal wieder für reichlich Abwechslung. Innerhalb von 4 Tagen gab es eine Wechsel von -25 Grad und schönstem Sonnenschein auf 14 Grad und Dauerregen. Mit dem Schmelzen des Schnees, kam auch die erste Osterstimmung auf, denn es wurden an die 25 verschwundene Eishockeypucks wiedergefunden.
In 2 Tagen entflieh ich erst einmal dem unschönen Michiganwetter, denn der Sunshine State Florida wartet darauf erkundet zu werden.

2 Kommentare:

Anika hat gesagt…

uiui... da wünsch ich dir ganz viel spaß im warmen wetter!!
hier is der winter ja auch nochmal zurückgekehrt, was ich genutzt habe, um meine langlaufskier aus der garage zu holen - bei traumhaften bedingungen u sonnenschein im schönecker wald macht das echt spaß! :)
juhu es is garnimmer so lang... am 8.3. isses soweit... *freu*
als ich das letzte mal meine amis besucht hab, bin ich am flughafen angekommen u es hat sofort irgendwie voll typisch amerikanisch gerochen... bin mal gespannt ob das dieses mal wieder so wird!

Onkel mit der bunten Knete hat gesagt…

Glückwünsch zum Bergfest, Alles Gute für den 2. Berg !

Internet geht wieder und Post auch!??! bald mehr Gruß Gisela , Biene Wau und dem Onkel